04.11.2016

Ní hào – Erfolgreiche Seminartour in China

Industrie 4.0 ist auch das Topthema der Elektronikproduzenten in Asien

Wie beeinflusst die zunehmende digitale Vernetzung die Elektronikproduktion der Zukunft? Wie kann das Löten durch Vakuumtechnologien verbessert werden? Und was ist bei der Verarbeitung komplexer Boards zu beachten? Diese Fragen standen unter anderem im Fokus der diesjährigen Rehm Seminartour in China – einem erfolgreichen und beliebten Forum, welches sich unterschiedlichen aktuellen und zukünftigen Herausforderungen in der Elektronikfertigung widmet. Unter der Leitung von Dr. Hans Bell und Paul Wild, Forschung und Entwicklung bei Rehm, trafen sich namhafte Kunden und Partnerfirmen vom 16. bis 20. Oktober 2016 zu interessanten Vorträgen und dem Erfahrungsaustausch in Suzhou und Shenzhen.

Thematisch orientierte sich die praxisnahe Seminarreihe an den neuesten Entwicklungen aus dem Bereich der Elektronikfertigung – allen voran standen auch in Asien verstärkt die Topthemen wie Industrie 4.0 und „Smart Factory“ auf der Agenda. Basierend auf der Erfahrung aus den vergangenen Jahren und optimiert auf die Wünsche der Teilnehmer, bildeten aber auch technologische Aspekte einen wichtigen Schwerpunkt der Seminare. Eine ausführliche Beschreibung der Vorteile des voidfreien Lötens, wie höhere mechanische Integrität und bessere thermische Performance der Lötstellen, stieß vor allem bei den Herstellern der Powerelektronik auf großes Interesse. Die Gegenüberstellung der Stärken aber auch der Herausforderungen des Pin in Paste Prozesses, in Verbindung mit SMD-Technologie, zeigte die Möglichkeiten, aber auch die technologischen Grenzen dieser Kombination. Um die gewonnenen Erkenntnisse zu festigen, fanden sich die meisten technologischen Aspekte in einem erfahrungsbasierten Vortrag über die Fertigung komplexer Boards wieder. Hier spielten zusätzlich der Trend zur Miniaturisierung sowie die Verarbeitung verschiedener LED- und Semiconductor-Komponenten eine wichtige Rolle.

Die Diskussion mit den Teilnehmern zeigte, dass die Anforderungen der „Industrie 4.0“ und eine intelligente Fabrik, welche den Umgang mit digitaler Vernetzung und der Verarbeitung von hohen Datenmengen erforderlich macht, bereits in Produkten von Rehm implementiert sind – beispielsweise durch innovative Ansätze zur Datenerfassung mittels Sensoren und Softwaretools. Die bereits im Jahr 2011 vorgestellte vierte industrielle Revolution („Industrie 4.0“) hat weltweit nicht nur ein großes Interesse ausgelöst, sondern auch ähnliche Programme in anderen Ländern hervorgebracht. Das chinesische Programm dafür wird als „Made in China 2025“ bezeichnet. Ob und welche Vorteile sich aus der Kombination beider Strategien in Zukunft ergeben könnten, bleibt noch abzuwarten. Sicher ist, der Trend zur Verknüpfung der Produktion und Kommunikationstechnik zeichnet sich nicht nur in Europa und Asien ab, sondern treibt die Elektronikbranche aktuell auch global um. Des Weiteren besteht aber auch nach wie vor großes Interesse an qualitativ hochwertiger Technik und an neuesten Entwicklungen, um die Produktionsprozesse zu optimieren. Hier bot die Rehm Seminartour auch die Möglichkeit, technologische Kompetenzen und Erfahrungen auszutauschen sowie mit den Teilnehmern vor Ort ins Gespräch zu kommen. Wir danken unseren Kunden und Partnern für den interessanten Dialog und freuen uns auf weitere Seminare und Veranstaltung in China!