Der RDS Magazintrockner im Überblick

Die Anlage besteht aus je einer Schleusenzone am Ein- und Auslauf, vier Heizzonen und einer Kühlzone. Um eine Atmosphäre mit geringem Sauerstoffanteil zu realisieren, sind bei den möglichen Magazingrößen Schleusen notwendig. Ein dreigeteilter Transport am Ein- und Auslauf gewährleistet, dass die Schotts unabhängig voneinander öffnen und schließen können. In jeder Beladesituation wird auf diese
Weise eine inerte Prozesskammer garantiert. Die Magazine werden mit einem sogenannten Hubtransport in den Schleusenzonen umgesetzt. Beim Beladen senkt sich die Transporteinheit mit Hubmotor unter das Niveau des Kammertransports und lädt gleichzeitig das Magazin auf diesen ab. Das Entladen des Magazins funktioniert im umgekehrten Prinzip. Der Prototyp des neuen Magazintrockners verfügt über eine manuelle Be- und Entladung. Die Anlage ist so konzipiert, dass im Bedarfsfall eine Zuführung über ein Handlingsystem möglich ist. Durch den flexiblen Transport lässt sich sowohl ein geringer Durchsatz für die Prototypenfertigung als auch ein hoher Durchsatz bei späterem Linieneinsatz realisieren. Über eine Grundträgerplatte kann eine Vielfalt von Magazingrößen mit den maximalen Abmessungen von 460 mm Höhe, 240 mm Breite und 240 mm Tiefe bei einer Taktzeit von minimal drei Minuten bis maximal 24 Stunden befördert werden. Durch die 80 mm starke Prozesskammerdämmung und die Schotts wird eine sehr gute thermische Trennung der Prozesskammer von der Umgebung erreicht. Ein Austausch von kalten und warmen Gasströmungen kann so effektiv verhindert werden, was ebenfalls eine geringere elektrische Leistungsaufnahme zur Folge hat.

Schema RDS Magazintrockner

1. Beladung

 Beladung der Magazine im Warenträgervon Hand oder mittels Handlingsystem mit exakter Positionierung.

 

2. Hubtransport/Einlauf

Ein Hubmechanismus führt die Magazine dem Prozesskammertransport zu.

 

3. N2-Tunnel

Mittels Schleusentechnik wird ein niedriges Restsauerstoffniveau im N2-Tunnel garantiert. Schotts
vermeiden einen Luftdurchzug.

 

4. Vorheizung/Heizung

Die vier Heizzonen garantieren eine gleichmäßige Durchwärmung aller Bauelemente im Magazin bei geringstem Δ T.

5. Kühlung

Durch ein Schott zwischen Heiz- und Kühlzone wird eine optimale thermische Trennung erreicht. Kühlzonentemperaturen von 20 °C sind möglich.

 

6. N2-Tunnel

Die Schleusen im Auslaufbereich sorgen ebenfalls für einen geringen ppm-Wert in der Prozesskammer und ein stabiles Höhenprofil.

 

7. Hubraum/Auslauf

Analog zum Hubtransport am Einlauf werden die Magazine zum Auslauf befördert. Die Einlauf- und Prozesskammerschotts bleiben geschlossen.

 

8. Entladung

Manuelle oder automatische Entladung der Magazine.